Welche Aktien habe ich im Depot? Wann habe ich meine erste Aktie gekauft?

Als Betreiber dieser Webseite bekomme ich öfters Fragen zu meinem privaten Depot gestellt, was ich auch verstehen kann. Daher dachte ich mir, dass ich dazu endlich mal einen Artikel schreibe, um hier nähere Einblicke zu geben.

Genaugenommen werde ich jetzt nacheinander folgende Fragen beantworten:

1. Welche Aktien habe ich im eigenen Depot?
2. Wie viele Aktienunternehmen habe ich im Depot?
3. In welche Anlageklassen bin ich neben Aktien noch investiert?
4. Wann habe ich meine erste Aktie gekauft?
5. Was ist mein langfristiges Renditeziel und was plane ich bei meinen Aktieninvestments für die Zukunft?

Zuerst möchte ich auf diese Frage eingehen, dessen Antwort wohl die meisten von euch interessiert (denke ich zumindest):

welche-aktien-habe-ich-im-depot-2Welche Aktien kaufe ich? Wie sieht mein Depot aus?

Zuerst sei gesagt, dass ich die einzelnen Aktientitel nicht alle nennen werde (nur ein paar). Ich möchte nämlich nicht, dass mein Depot von manchen einfach 1 zu 1 nachgebildet wird (ohne dass man selbst darüber nachdenkt, ob es zum eignen Anlagetyp passt).

Wichtig ist nämlich in meinen Augen, dass jeder seinen eigenen Aktienauswahl-Plan findet, der zu ihm passt (man sollte verstehen, wo man investiert… und das kann man nur, wenn man seine Investments kennt und von den Zukunftsaussichten überzeugt ist).

Nichtsdestotrotz werde ich jetzt einige Informationen nennen, die grob Aufschluss darüber geben, in welche Aktien ich investiere.

Ich setze hinsichtlich meiner Aktieninvestments auf einen Aktienstrategie-Mix, der aus folgenden 4 Anlagesäulen besteht:

(Stand: Mai 2020 = Veröffentlichung des Artikels)

1. Die sichersten Top-Aktien (defensive Aktienstrategie)

  • Die sichersten Aktien (nur aus bestimmten Branchen) versuche ich mit meiner selbst entwickelten Aktienstrategie aufzuspüren, die aus 10 sorgfältig ausgewählten Anlagekriterien besteht. Ich habe auch ein Buch darüber geschrieben, das schon viele Anleger gekauft haben und sehr gut bei den Lesern ankommt. Hier mehr Infos über mein Buch „Wie man die sichersten Top-Aktien findet“.
  • Depotanteil: circa 65% meines gesamten Aktiendepots (Stand: Mai 2020). Dieser Strategieweg nimmt damit den größten Teil von meinem Aktienstrategie-Mix ein.

2. Technologie-Marktführer-Aktien

  • Ich investiere hier zum einen in die absoluten Tech-Marktführer aus den USA und China (nach Marktkapitalisierung) und zum anderen zusätzlich in einige große Top-Aktien aus der Branche „Online/Mobile Payment bzw. bargeldloses Bezahlen“ (hauptsächlich setze ich hier auch auf die Marktführer in diesem Sektor).
  • Insgesamt sind es aktuell 13 Tech-Aktien, die ich gekauft habe und in diesen Aktienstrategie-Teil meines Depots einordne (darunter etwa die US-Tech-Aktien-Schwergewichte Amazon, Alphabet, Apple, Facebook und Microsoft). Für mich ist es damit quasi mein eigener „Tech-Aktien-Marktführer-ETF“.
  • Hintergrund zu diesem Investmentansatz: Ich bin davon überzeugt, dass Technologie bzw. Digitalisierung (vor allem Online-Shopping, Cloud Services, Social Media und bargeldloses Bezahlen in meinen Augen) immer wichtiger werden und die ganz großen Konzerne hier kaum zu verdrängen sein werden in den kommenden Jahren und womöglich Jahrzehnten.
  • Depotanteil: circa 18%  meines gesamten Aktiendepots (Mai 2020)

3. Zukunfts-Depot der Rendite-Spezialisten

  • Ich bilde größtenteils das langfristig ausgelegte „Zukunfts-Depot“ vom Börsendienst „Rendite-Spezialisten“ nach (dieses Magazin lese ich jede Woche per E-Mail).
  • Wer mehr über die Rendite-Spezialisten“ erfahren möchte, der kann hier meinen Test dieses Börsenbriefs lesen oder meinen Artikel Wie DAX schlagen mit nur 1 Aktienkauf pro Monat? (dort erläutere ich auch, warum ich von diesem Dienst überzeugt bin).
  • Depotanteil: circa 13% meines gesamten Aktiendepots (Mai 2020)

4. ETF-Strategie

Wie viele Aktienunternehmen habe ich im Depot?

Ich verteile meinen gesamten Anlagebetrag lieber auf relativ viele Aktien. Damit fühle ich mich wohler (anstatt etwa nur Aktien von 5 bis 10 Firmen zu kaufen), da so das Risiko auf zahlreiche Werte verteilt wird. Dadurch habe ich mir im Grunde einen eigenen ETF gebaut, der genau auf meine Aktienanlage-Wünsche zugeschnitten ist.

Und wie viele verschiedene Aktiengesellschaften habe ich nun im Depot? Die genaue Anzahl habe ich jetzt nicht im Kopf (habe gerade keine Lust zu zählen ;-)), aber es sind auf jeden Fall mehr als 50 Aktienfirmen und deutlich weniger als 100. Mehr als 100 Aktien möchte ich aber in Zukunft nicht im Depot haben (das wäre mir dann zu viel).

Letztendlich muss natürlich jeder selbst wissen, mit welcher Anzahl er sich am wohlsten fühlt (bei weniger Aktien, beispielsweise etwa 5 bis 10 Stück, sind die Renditechancen und auch das Gesamtrisiko höher, da die Entwicklung des Depots vom Erfolg weniger Aktien abhängig ist… dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man nur ein paar Aktien besitzt).

Wann habe ich meine erste Aktie gekauft?

Meine ersten Aktien kaufte ich im Februar 2005. Aber nicht in großem Umfang (es war ein vierstelliger Betrag). Meine allererste gekaufte Aktie war dabei ebay.

Warum habe ich gerade diese Aktie gekauft? Nun, ich war damals vom langfristigen Erfolg der weltweit bekannten Online-Auktionsplattform vollkommen überzeugt. Denn ich habe selbst dort einige Jahre Sachen gekauft und verkauft (ein paar Jahre lang sogar beruflich als Reseller von gebrauchten Videospielen, bevor ich mich dann im Online-Marketing im Finanzbereich fokussiert habe, worüber ich ja auch hier schreibe).

Auch heute noch kaufe und verkaufe ich ab und zu (privat) noch diverse Dinge auf ebay, bin aber inzwischen nicht mehr so überzeugt von der Webseite wie damals. Daher habe ich vor ein paar Jahren meine ebay-Aktien verkauft.

Behalten habe ich aber die Paypal-Aktien, die ich damals als Inhaber von ebay-Aktien im Jahr 2015 automatisch ins Depot eingebucht bekommen habe (der Online-Bezahldienst war anfangs im ebay-Konzern integriert, bevor er als eigenständige Firma an die Börse ging).

Jedenfalls habe ich die Finanzkrise 2008/2009 als Aktionär im Prinzip schon mitgemacht und in dieser Zeit auch keine Aktien verkauft. Aber da ich damals noch kaum Aktien hatte, zählt das für mich nicht wirklich als „Stress-Test“, um zu sehen, ob man hier wirklich die Nerven behält (denn bei einer kleinen Anlagesumme ist das viel einfacher als bei einem großen Anlagebetrag, finde ich).

Vermehrt in Aktien habe ich nämlich erst nach unserem Hausbau Anfang 2016 investiert (da bin ich dann erst mit einem größeren Kapitalbetrag eingestiegen). Vor allem deshalb, da ich wusste, dass ein langfristiger Anlagehorizont bei der Aktienanlage sehr wichtig ist (mir war klar, dass ich das angesparte Geld bald für den Immobilienkauf benötigen würde und habe es daher auf einem Tagesgeldkonto belassen anstatt in Aktien anzulegen; ich hatte immer den Traum, eine eigene Immobile zu besitzen, den ich mir 2016 erfüllt habe).

Nach dem Hausbau habe ich meine beiden privaten Renten- bzw. Lebensversicherungen aufgelöst, um mit dem Geld (und später mit neuen Sparbeträgen) die Altersvorsorge mit eigenen Aktienkäufen selbst in die Hand zu nehmen. Zeitgleich habe ich meine defensive Aktienauswahl-Strategie entwickelt, woraufhin ich dann auf die Idee gekommen bin, darüber auch ein Buch zu schreiben (mehr Infos: Wie man die sichersten Top-Aktien findet).

Neben meiner selbst entwickelten Aktienstrategie habe ich mich in den letzten Jahren dazu entschlossen, zusätzlich auf 3 weitere Strategie-Säulen zu setzen (aber mit geringerem Depotanteil), so wie ich sie weiter oben beschrieben habe.

Übrigens: Im Corona-Börsencrash im März habe ich die Nerven behalten und keine Aktien aus Angst verkauft, da ich von der Qualität der Aktien in meinem Depot auf lange Sicht vollkommen überzeugt bin (ans Verkaufen dachte ich nie… ich habe nur ein paar wenige Aktien getauscht, um meine Diversifikation im Depot zu optimieren).

In welche Anlageklassen bin ich neben Aktien noch investiert?

Neben Aktien habe ich natürlich auch noch in andere Anlageklassen Geld angelegt (das ist wichtig, damit die Entwicklung des Gesamtvermögens nicht nur von der Performance des Aktienmarktes abhängig ist):

1. Selbstgenutzte Immobilie

2. Etwas Gold

  • Anstatt Goldbarren bzw. Goldmünzen habe ich jedoch ein paar Goldminenaktien gekauft. Grund: Das ist für mich einfacher als Gold selbst zu lagern oder bei einer Bank einlagern zu lassen. Dabei bin ich mir hier voll und ganz bewusst, dass die Kursentwicklung von Goldaktien normalerweise mit einem Hebel auf die Performance vom Goldpreis reagiert (= höheres Risiko!). Das gleiche ich damit aus, dass ich weniger in Goldaktien investiert habe als wenn ich das Kapital direkt in physisches Gold investieren würde.
  • Klar ist mir auch, dass Goldaktien eigentlich zur Aktienanlage zählen. Aber da die Entwicklung der Goldaktien in der Regel vor allem von der Goldpreisentwicklung abhängig ist, zähle ich das für mich als indirekte Goldanlage.

3. Ein wenig Bitcoin

  • Auch in die größte Kryptowährung bin ich investiert (aktuell habe ich allerdings nur einen dreistelligen Anlagebetrag in Bitcoins angelegt)

Was ist mein langfristiges Renditeziel und was plane ich bei meinen Aktieninvestments für die Zukunft?

Mein Ziel ist es (in Bezug auf die Rendite), auf lange Sicht unterm Strich mindestens so gut abzuschneiden wie der bekannte Aktienindex MSCI World.

Und was sind meine Zukunftspläne beim Aktiendepot? Momentan habe ich hier ja einen Mix aus Wachstums- und Dividendendepot (kein Trading, sondern Buy and Hold). Daran soll sich in den kommenden Jahren auch nichts ändern (das Depot werde ich mit neuen Sparbeträgen immer weiter ausbauen).

Irgendwann, vielleicht in circa 15 bis 25 Jahren (aktuell bin ich 38 Jahre alt), möchte ich allerdings nur noch Dividendenaktien im Depot haben, um damit ein schönes, passives Zusatzeinkommen zu haben.

Dazu würde ich dann nach und nach die Wachstumsaktien verkaufen und die Anteile meiner favorisierten (möglichst sicheren) Dividendenaktien aufstocken, so dass die jährlichen Dividendenausschüttungen in meinem Depot ansteigen würden.

Wichtiger Abschluss-Hinweis:

Das ist keine Anlageberatung! Ich bin selbst nur ein normaler Privatanleger. Die Infos in diesem Beitrag dienen also nur der Information bzw. Unterhaltung und stellen keine Handelsempfehlung dar. Jeder sollte selbst seinen Investment-Weg finden, von dem er überzeugt ist.

Natürlich könnt ihr euch durch mich inspirieren lassen bzw. euch Ideen und Anregungen für die eigene Anlagestrategie holen, wenn ihr euch mit meinen Investmentansätzen identifizieren könnt (beispielsweise durch Lesen meines Buchs „Wie man die sichersten Top-Aktien findet“)… das geschieht aber auf eigene Gefahr, da ich auch falsch liegen kann bei meinen Investmentansätzen.

Noch ein Tipp von mir an Börsenneulinge: Als Anfänger sollte man sich erst mal ein grundlegendes Basiswissen aneignen, bevor man sich überlegt, wie man sein eigenes Depot zusammenstellen möchte. Denjenigen kann ich meinen 7-teiligen Aktien-Einsteiger-Kurs (hier mehr erfahren) empfehlen, mit dem man Schritt für Schritt in einfachen Worten Aktiengrundlagen lernen kann.

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