Aktien kaufen online 2020: Tipps und Infos für Einsteiger

Aktien kaufen: Online-Broker-TippsAktien, Fonds, ETFs und weitere Wertpapiere kann man bequem, schnell und einfach im Internet bei sogenannten Online-Brokern kaufen. Ich helfe Dir, einen guten und günstigen Broker für den Börsenhandel zu finden.

Welcher ist der beste Online-Broker?

Das lässt sich pauschal nicht beantworten, da es keinen Broker gibt, der gleichermaßen für alle Anleger am besten geeignet ist. Dazu gleich mehr.

Vorweg kann ich aber schon mal verraten, dass ich allen voran 2 Broker empfehle: ING* und Trade Republic*. Warum? Das erläutere ich am Ende des Artikels.

Aber natürlich gibt es auch einige andere bekannte Onlinebroker im Netz:

Welcher Broker bietet ein kostenloses Depot an?
9 beliebte Broker vorgestellt

Es gibt im World Wide Web zahlreiche Discountbroker (so werden Onlinebroker auch genannt).

Bei der Brokersuche sollte man erst einmal darauf achten, dass die Depotführung kostenlos ist (das bedeutet: Wenn man keine Aktien kauft, dann zahlt man auch nichts). Gerade für Aktieneinsteiger ist das wichtig, da man zu Beginn meist noch nicht so viele Aktienkäufe durchführt.

Heutzutage verlangen die meisten Broker aber keine Gebühren mehr für das Eröffnen bzw. Führen eines Wertpapierdepots. Erst für den aktiven Aktienhandel fallen Kosten an.

Hier 9 renommierte Broker, die ein kostenfreies Onlinedepot anbieten:

consorsbankConsorsbank* sbrokerS Broker* onvista-bankOnvista Bank* ING-Logo-neuING* trade-republic-broker-logoTrade Republic*
flatexflatex* DEGIRO* comdirectcomdirect* lynxLYNX*  

Hinweis: Bei den 9 aufgezählten Anbietern zahlst Du keine (!) Verwaltungskosten, bis auf 2 Ausnahmen:

  • S Broker: Beim Sparkassen Broker fallen keine Depotführungskosten bei mindestens einer Transaktion im Quartal oder einem Vermögensbestand von über 10.000 Euro am Quartalsende an (ansonsten 2,50 Euro pro Monat)
  • comdirect: Keine Depotgebühren für mindestens 3 Jahre. Danach nur kostenlos, wenn man mindestens 2 Trades im Quartal tätigt, ein comdirect Girokonto nutzt oder regelmäßig in einen Wertpapier-Sparplan einzahlt. Sonst kostet das Onlinedepot 1,95 Euro pro Monat.

Auch comdirect und s broker kann man trotz der Bedingungen für eine kostenlose Depotführung in die engere Auswahl ziehen. Der Broker comdirect ist schon lange im Geschäft und hat bei vielen Brokerwahlen sehr gut abgeschnitten. S Broker ist der Onlinebroker der bekannten Sparkasse und für Diejenigen interessant, die lieber einem landesweit bekannten Namen vertrauen.

Du willst mehr über einige der oben vorgestellten Broker erfahren? Dann lies einfach diese Beiträge:

Aktienhandelsgebühren: Was kostet es, wenn man eine Aktie kauft oder verkauft?

Was kostet der Handel mit Aktien? Wenn man eine Aktie oder ein anderes Wertpapier kauft (=Kauforder) oder verkauft (=Verkaufsorder) fällt jeweils eine Gebühr an, die man an den Broker zahlen muss.

Wie hoch die Gebühr ist, ist von Broker zu Broker unterschiedlich. Grundsätzlich gibt es hierbei vor allem diese Varianten:

  • Bei den meisten Brokern fällt eine feste Grundgebühr pro Order (meistens circa 5 Euro) plus ein Prozentsatz der Aktienkaufsumme an (meist um die 0,25%)
  • Es gibt auch Broker, die nur eine feste Grundgebühr pro Kauf/Verkauf haben (etwa flatex* und Trade Republic*)
  • Oder LYNX*: Dieser Broker verlangt nur einen Prozentsatz von der Ordersumme (0,14%)

Folgende Gebühren fallen pro Kauf und Verkauf bei diesen 9 Brokern an:

Online-Broker Gebühren pro Aktienkauf
an deutschen Börsen
Mindestkosten
pro Aktienkauf
ING* 4,90 € + 0,25% (der Anlagesumme) 4,90 € + 0,25%
LYNX*
0,14% 5,80 €
flatex* 5,90 € 5,90 €
S Broker* 4,99 € + 0,25% 8,99 €
Consorsbank* 3,95 €/12 Monate bis 20000€ (ab 13. Monat 4,95 €+0,25%) 9,95 € (ab 13. Monat)
Onvista Bank* 5 € (Festpreis-Depot) 5 €
comdirect* 4,90 € + 0,25% 9,90 €
DEGIRO* 2 € + 0,026% (Börsenplatz Xetra) 2 € + 0,026% (Xetra)
Trade Republic*
1 € (Börse Lang & Schwarz) 1 €

Hinweise: Alle Angaben ohne Gewähr. Bei manchen Preisen können noch Zusatzkosten hinzukommen (z. B. Handelsplatzgebühr und/oder Maklercourtage). Die Konditionen können sich jederzeit ändern, prüfe deshalb die Daten nochmal auf der jeweiligen Anbieterseite.

Vereinfacht kann man sagen, dass ein Aktienerwerb bei einem der oberen Anbieter circa im Durchschnitt zwischen 5 und 10 Euro kostet (wenn man maximal um die 2000 Euro pro Order ausgibt). Beispiel: Man will eine DAX-Aktie an der Frankfurter Börse ordern und 2000 Euro investieren. Bei flatex zahlt man beispielsweise 5 Euro und bei der Onvista Bank 10,59 Euro. Oben drauf kommen meist noch geringe Börsenplatz-Gebühren von circa 1 bis 3 Euro pro Order (je nach Handelsplatz und Broker unterschiedlich).

Wie in der Gebührentabelle aufgeführt, sind auch die jeweiligen Mindestkosten pro Order wichtig. Das heißt: Diese Gebühr fällt mindestens an, auch wenn der Preis der normalen Gebühren-Berechnung darunter liegt. Es gibt auch noch Maximalkosten je Order, aber diese sind für die meisten Otto-Normal-Anleger unwichtig.

Weitere Informationen zu Börsenhandelsgebühren habe ich hier zusammengefasst: Online Aktien kaufen: Kosten & Gebühren. Dort steht auch, mit welchen Zusatz-Gebühren für bestimmte Broker-Leistungen man eventuell rechnen muss (Aktienkaufauftrag über Telefon durchgeben etc.).

Anfänger-Hinweis: Man sollte es vermeiden nur ein paar Hundert Euro in eine Aktie zu investieren. Denn je weniger Geld man in ein Aktienpapier investiert, desto höheren Gewinn muss man erreichen, um überhaupt erst mal die Kosten für die Gebühren wieder einzuspielen. Man sollte schon mindestens circa 800 bis 1000 Euro in jeweils eine Aktie anlegen, damit die Gebühren nicht zu sehr ins Gewicht fallen. Es gibt aber eine interessante Alternative für Anleger, die nicht genug Geld für größere Aktieninvestitionen haben: Wertpapier-Sparpläne (was ist das?). Mit Sparplänen kann man bei manchen Brokern schon ab 25 Euro pro Monat Geld in Aktien anlegen.

Wie finde ich den besten Broker? 3 Online-Broker-Tipps

TIPP 1: Broker-Gebühren vergleichen, um einen günstigen Broker zu finden

Die verschiedenen Gebührenberechnungsarten machen es für Brokersuchende nicht so leicht, die Gebühren miteinander zu vergleichen, um einen sehr preiswerten Broker aufzuspüren. Aber es gibt einen Weg:

Bei der Suche nach einem günstigen Broker spielt Dein zukünftiges Aktien-Kaufverhalten eine wichtige Rolle. Denn für jedes Kaufverhalten ist ein bestimmtes Gebührenmodell am günstigsten.

Stelle Dir folgende Frage, um Dein Kaufverhalten zu analysieren:

  • Wie hoch ist circa die Anlagesumme pro Aktienkauf? Grund: Es gibt Broker, die lohnen sich eher für Anleger, die hohe Summen investieren. Und es gibt Broker, die eher für Leute geeignet sind, die mit kleineren Summen Aktien kaufen.
  • Wie viele Aktienkäufe will ich pro Jahr ungefähr durchführen? Grund: Wenn Du häufig online Aktien kaufen willst, dann lohnt sich eher ein Broker mit möglichst geringer Mindestpreis-Gebühr pro Aktienkauf.

Aber: Wie findet man nach einer Kaufverhaltensanalyse möglichst einfach und schnell heraus, welcher Broker besonders günstig ist? Die Lösung: Ein Depotvergleichsrechner, den ich hier zur Verfügung stelle: Depotkosten und Ordergebühren im Vergleich.

Anfänger-Hinweis: Der verlinkte Brokervergleichsrechner ist nur richtig nützlich, wenn man grob abschätzen kann wie viel man handelt. Aber als Anfänger kennt man sein Kaufverhalten logischerweise noch nicht so genau. Das ist auch kein Problem. Man muss sich vor allem zu Beginn hinsichtlich der Wertpapierhandelsgebühren nicht verrückt machen.

Wichtig ist bei der Onlinebrokerwahl vor allem, dass keine Depotführungskosten anfallen (siehe Punkt 1). Und wer sich trotzdem als Einsteiger schwer tut, einen Broker auszuwählen, der findet weiter unten im Text 2 Empfehlungen von mir (siehe „Meine Meinung“).

Außerdem sollte man als Börseneinsteiger sowieso aufgrund mangelnder Erfahrung besser noch nicht so hohe Summen investieren und auch nicht ständig neue Aktien kaufen bzw. verkaufen. Sinnvoller ist es als unerfahrener Börsianer in den ersten 6 bis 12 Monaten erst mal vorsichtig Aktienhandel zu betreiben.

TIPP 2: Besondere Leistungsmerkmale prüfen

Aber günstige Gebühren sind nicht alles, auch andere Punkte sind wichtig bei der Brokersuche: Zum Beispiel bieten manche Broker eine exklusive Leistung oder ein spezielle Besonderheit, die andere nicht haben. Das kann eventuell den Ausschlag geben, sich für ein bestimmtes Aktienkonto zu entscheiden.

In folgenden Beiträgen habe ich mich mit diesem Thema befasst:

TIPP 3: Erfahrungen und Auszeichnungen prüfen

Welche Broker haben Auszeichnungen bekommen? Und welche Erfahrungen haben Kunden mit Brokern gemacht? Diesen Fragen bin ich in separaten Artikeln nachgegangen.

Wen hier die Ergebnisse meiner Recherche interessieren, der kann hier weiter lesen:

Im Internet Aktien kaufen und verkaufen: Anfaenger-TippsMeine Meinung: Welche 2 Broker halte ich für besonders interessant?

Insbesondere die Online-Broker ING* und Trade Republic* kann ich guten Gewissens empfehlen.

Und zwar deshalb, weil ich bei beiden Brokern selbst ein Depot habe und daher aus eigener Erfahrung heraus spreche.

Weitere Gründe habe ich unten aufgeführt…

1. Empfehlung: ING (hier Depot eröffnen)*

Die Gründe:

  • Keinerlei Kosten für die Depotführung und günstige Gebühren für Käufe und Verkäufe
  • Sehr gut für absolute Aktienkaufanfänger geeignet dank übersichtlicher und sehr einfach zu bedienender Web-Handelsplattform (keine unzähligen Einstellungsmöglichkeiten, auch Einsteiger finden sich so schnell zurecht)
  • Keine Zusatzgebühren bei Limits/Orderänderungen/nicht-ausgeführten Orders und unbegrenzt kostenlose Realtimekurs-Abfragen
  • Man kann schnell und einfach Wertpapier-Sparpläne einrichten und so monatlich automatisch kleine oder größere Sparbeträge in einzelne Aktien oder ETFs investieren
  • Aktuelle Auszeichnung: Die ING wurde in 2019 von den Lesern der renommierten Zeitschrift BÖRSE ONLINE bei der Wahl zum „Besten Broker des Jahres“ auf Platz 2 gewählt
  • Ich habe bereits seit 2005 ein Depot dort (mehr Infos) und bin sehr zufrieden. Viele andere Kunden sind auch überzeugt von der ING, wie mein Artikel ING-Erfahrungen offenbart (auch der hilfsbereite Kundenservice wird oft gelobt).
  • Tipp: Wer bis 31.03.2020 ein ING-Direkt-Depot eröffnet (hier klicken)*, bekommt unter bestimmten Bedingungen einen Amazon.de-Gutschein über 50 Euro und zahlt zusätzlich für 6 Monate nur einen Pauschalpreis von 2,90 Euro pro Kauf bzw. Verkauf (statt 4,90 € + 0,25% vom Kurswert).
  • Hinweis für ETF-Anleger: Aktuell kann man bei der ING* über 150 ETFs gebührenfrei kaufen (Aktion gültig bis 31.12.2020)

2. Empfehlung: Trade Republic (hier Depot anlegen)*

Die Gründe:

  • Dauerhaft sehr (!) günstige Handelsgebühren: Bei Trade Republic kann man unzählige Aktien, ETFs und Derivate provisionsfrei handeln. Pro Handelsauftrag fällt nur eine Fremdkostenpauschale von 1 Euro an. Trade Republic ist damit einer der günstigsten Broker auf dem Markt und daher vor allem für Preisfüchse eine Top-Brokerwahl.
  • Keine Depotführungskosten (das heißt: Wenn man keine Aktien oder anderen Wertpapiere dort handelt, dann entstehen keine Kosten für das Depot)
  • Fokus auf Smartphone-Nutzer: Trade Republic ist der erste Broker, der sich komplett auf den Handel über das Smartphone konzentriert. Dadurch kann sich der Broker voll auf die Zielgruppe der Mobilgerätenutzer fokussieren, um ein möglichst gutes und zufriedenstellendes Nutzererlebnis zu bieten.
  • Einfacher Handel über das Smartphone, wo laut diverser Nutzerfahrungen auch Einsteiger schnell klarkommen
  • Für ETF-Anleger besonders interessant: Es gibt dauerhaft kostenlose ETF-Sparpläne. Bei diesem Angebot stehen über 280 ETFs zur Auswahl.
  • Trade Republic ist ein deutscher Broker und es steckt eine Wertpapierhandelsbank dahinter (und damit kein dubioser Anbieter aus dem Ausland). Der Broker wird von der Bundesbank und der BaFin beaufsichtigt.
  • Der Broker ist noch nicht lange auf dem Markt, aber es gibt schon einige positive Nutzerstimmen. In meinem Testbericht zu Trade Republic habe ich mehr Infos parat.
  • In circa 8 Minuten kann man laut Info auf der Webseite* ein kostenloses Depot dort eröffnen (das ist tatsächlich sehr schnell, wie ich finde)

Fazit: Da ich das Depot der ING* selbst privat seit vielen Jahren nutze, kann ich natürlich insbesondere bei diesem Broker aus eigener Erfahrung heraus sagen, dass es sich hier um einen wirklich starken Onlinebroker handelt. Vor allem Anfängern kann ich das ING-Depot guten Gewissens empfehlen, da der Broker sehr auf Einsteigerfreundlichkeit wert legt (dadurch kann man als Neuling viel leichter in den Börsenhandel einsteigen).

Wem dagegen unschlagbar günstige Handelsgebühren wichtig sind und wer Aktien ausschließlich über das Smartphone handeln möchte, der sollte sich den Broker Trade Republic näher ansehen*. Mehr kann man in meinem Trade Republic Test nachlesen. Dort stelle ich den Broker ausführlicher vor.

Wie Depot eröffnen? Und wie Aktien online kaufen?

Wenn man sich für einen Discountbroker entschieden hat, ist die Eröffnung eines Online-Depots in wenigen Schritten erledigt: Einfach das Anmeldeformular auf der jeweiligen Broker-Webseite ausfüllen und das übliche PostIdent-Verfahren bei der Post durchführen. Ein paar Tage später kommt meist schon die Bestätigung. Ausführlicher habe ich es hier beschrieben: Depot online eröffnen: Wie geht das?

Nach der abgeschlossenen Depotkonto-Eröffnung kann man endlich den ersten Aktienkauf tätigen.

Tipp: Du willst Dir schon vorab einen Eindruck verschaffen, wie der Online-Kauf einer Aktie abläuft? Ich habe das Ganze in diesem Artikel Schritt für Schritt mit Bildern beschrieben: Wir kauft man Aktien? 5-Schritte-Anleitung.

Mein Rat: Aktienkauf-Gebühren im Auge behalten

Egal für welchen Broker Du Dich entscheidest: Circa 1 bis 2 Jahre nach Depoteröffnung macht es Sinn, die Gebührenkosten zu checken, die man in dieser Zeit gezahlt hat.

Falls man dann anhand meines Wertpapierdepot-Rechners sieht, dass man mit einem anderen Broker doch deutlich weniger Gebühren bezahlen müsste, kann man sich überlegen, kostenlos zum günstigsten bzw. günstigeren Broker wechseln. Denn für einen Depotwechsel dürfen keine Kosten anfallen. Das hat der BGH entschieden (AZ: XI ZR 49/04). Weitere Infos: Wie geht ein Depotwechsel? und Was beachten bei der Depotübertragung?

Tipp: Mit Spielgeld das Aktien kaufen üben

Zum Abschluß noch einen Tipp: Neben einem echten Aktiendepot ist es sehr sinnvoll, gleichzeitig auch ein virtuelles Spielgeld-Depot zu eröffnen. Mit so einem „Musterdepot“ ist es möglich, das Aktienkaufen ohne Risiko auszuprobieren oder einfach nur ausgewählte Aktien zu beobachten. Hier stelle ich 2 Seiten vor, wo man sekundenschnell gratis ein Musterdepot anlegen kann.

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